Großglockner (Nationalpark Hohe Tauern)
Im Juli 2009 war unser Ziel der Großglockner (Nationalpark Hohe Tauern).
Auch wenn das Wetter am Anfang schlecht war, haben sich die Tage in Österreich sehr gelohnt!
Großglockner Hochalpenstraße
Der Anfang der Hochalpenstraße (kurz nach Fusch auf knapp 1000 Metern), noch liegt kein Schnee ;-)
Bei Flusch an der Glocknerstraße kamen wir zu dem Mauthäuschen und löhnten für eine 15-Tageskarte 35 Euro. Der nette und hilfsbereite Herr an der Mautstation fragte uns noch, wo wir denn genau hin wollen, da es gerade Schneefälle um die Hochpassstraße gibt.
Nach einigen Instruktionen ("... schnell auf die Hütte und dort bleiben ...") fuhren wir die Glocknerstraße hoch.
Die Großglockner Hochalpenstraße verbindet als hochalpine Gebirgsstraße die beiden österreichischen Bundesländer Salzburg und Kärnten.
Sie führt von Bruck an der Großglocknerstraße über das Fuscher Törl und das Hochtor nach Heiligenblut, mit Abzweigungen auf die Edelweißspitze und die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.
Charakteristisch für den Nationalpark sind die Gletscher sowie eiszeitlich geformte Täler, hochalpine Heidelandschaften, aber auch größere Wäldergebiete.
Vorbei an ein paar sehr schönen Wasserfällen wurde es tatsächlich ab 1.400 Metern immer weißer, der Regen ging in leichten Schneefall über. Zuerst war es natürlich eine Gaudi -> Schnee im Juli während dem Sommerurlaub!
Glücklicherweise hatten wir unsere Winterjacken (mit Fleece!) eingepackt, aber irgendwie paradox: Die Wettervorhersagen sagten für Südtirol weit über 30 Grad und Sonnenschein voraus.
So ab 1.600 Höhenmetern wurde alles komplett weiß, hinzu kam Nebel und starker Schneefall. Unsere Tour auf der Großglocknerstraße zu unserem Hotel (Karl-Volkert-Haus am Großglockner) führte uns knapp 40 km über Höhen bis 2.500 Metern. Auf der Edelweißspitze, dem bekannten Aussichtspunkt auf 2.571 Metern Höhe, mussten wir unbedingt anhalten und die "Aussicht" genießen. :-)
Ein Meer aus Schnee und Nebel um uns herum ...
Ein Schneemann im Juli! Für uns "Flachlandtiroler" ein sehr sehr sehr seltener Anblick! :-)
Die letzten Kilometer waren dagegen problemlos zu fahren.
Karl-Volkert-Haus (2.148 Meter)
Nach dem Einchecken im Karl-Volkert-Haus fuhren wir noch kurz zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe und schauten uns etwas um (wo sind die Wanderwege und vor allem: Wo sind die Murmeltiere!).
Das Abendessen im Karl-Volkert-Haus (unser Quartier für die nächsten 3 Nächte) mit Fleischkäse, Bratkartoffeln und Apfelstrudel hatten wir uns am Ende wirklich verdient!
Wir können das Karl-Volkert-Haus nur empfehlen. Neben der fantastischen Lage am Fuße des Glockners bieten die freundlichen Betreiber sehr gute Mahlzeiten (Frühstück sowie Mittag- bzw. Abendessen). Auch die Zimmer sind preiswert und schön eingerichtet.
Link zur Homepage:
Wir hofften auf besseres Wetter am nächsten Tag, vor allem wollen wir die Murmeltiere sehen und fotografieren sowie die ersten Bergtouren machen.
In der Nacht blieb es stürmisch und regnerisch. Uns drohte schon weiteres Unheil. Beim ersten Blick am frühen Morgen allerdings begrüßte uns die aufgeklarte Bergwelt.
Nach einem leckeren Frühstück fuhren wir zu der Kaiser-Franz-Jospeh-Höhe um die Murmeltiere zu besuchen.
Über vereiste Wege gelangen wir zu den Tieren, die sich schon ausgiebig in der Sonne wärmten.
Ich konnte mit dem 500er immer näher ran, wirklich richtig scheu sind die Murmeltiere am Glockner aber nicht! ;-) Selbst Fotos mit dem Weitwinkel 17-40 bei 17mm konnte ich schießen.
Es war einfach herrlich, die knuffigen Nager zu beobachten!
Neben den Murmeltieren begegneten uns auch Steinböcke
In der Swarovski-Warte gab es zudem einiges zu entdecken. Neben einer herrlichen Aussicht konnte man alles über den Gletscher sowie die Tier- und Pflanzenwelt des Großglockners erfahren.
Nach der ausgiebigen Fototour mit den Murmeltieren und einer heißen Tasse Schokolade fuhren wir über den Großglocknerpass nach Zell am See und am Abend wieder zurück in das Karl-Volkert-Haus.
Unterwegs machten wir nochmals an den bekannten Aussichtspunkten einen Stopp. Diesmal hatten wir auf fast 2.600 Metern fantastische Sicht auf die umliegenden Berge mit Winterpanorama.
Paradox: Oben auf dem Berg Schnee, unten im Tal grüne Landschaften mit knapp 20 Grad.
Der wunderschön am Wasser und von Bergen umrahmt gelegene Kurort Zell am See (etwa 10.000 Einwohner) ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks Zell am See im österreichischen Bundesland Salzburg.
Am nächsten Tag war perfektes Wetter. Recht warm und wolkig, also ideal für ein weiteres ausgiebiges Shooting mit den Murmeltieren. Diesmal konnte ich meine absoluten Wunschfotos von den Murmeltieren schießen (gähnend).
Die anschließende Wanderung bei der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ("Gamsgrubenweg") führte uns hoch über der beeindruckenden Gletscherlandschaft der Pasterze. Dieser Panoramaweg offenbarte uns Eisabbrüche, Moränen sowie die Gletscherzunge. Nach ca. einer Stunde waren wir in 2.548 Metern Höhe bei dem Wasserfallwinkel angekommen.
Schleierwasserfall bei Kals
Nach dem Mittagessen im Karl-Volkert-Haus führen wir die Großglocknerstraße Richtung Süden über Heiligenblut und Lienz nach Kals. Kals an der Glocknerstraße ist faktisch nur einen Steinwurf von unserem Volkert-Haus entfernt (andere Seite des Glockners), da aber keine Straße direkt dort hin führt, müssen wir den Umweg über Lienz fahren. Vor Kals besuchen wir den gigantischen Schleierwasserfall.
Aber auch unterwegs gab es an fast jeder Ecke beeindruckende Wasserschauspiele.
Für weitere Informationen zum Großglockner: Homepage Großglockner Hochalpenstraße







