Kruger National Park

Der Krüger-Nationalpark (englisch: "Kruger National Park") ist für viele nationale und internationale Besucher ein beliebtes Reiseziel in Südafrika und das Synonym für ein afrikanisches Wildreservat.

Das größte Schutzgebiet in Südafrika befindet sich im Nordosten des Landes im Lowveld in den Provinzen Mpumalanga und Limpopo. Der Nationalpark erstreckt sich von Mosambik im Norden bis zum Crocodile-River im Süden. Die Länge beträgt etwa 350 km, durchschnittlich ist der Park 54 km breit und umfasst eine Fläche von rund 20.000 km² - das entspricht ungefähr der Größe von Rheinland-Pfalz.

 

Der Nationalpark wurde bereits 1898 auf Veranlassung von Präsident Paul Kruger angelegt. Nachdem Jäger und Wilderer den ursprünglich reichen Wildbestand des Gebietes erheblich dezimiert hatten, wurde alles Land zwischen Sabie und Crocodile River unter Naturschutz gestellt, um das Überleben der noch vorhandenen Tiere zu sichern.

 

Im Westen und Süden befinden sich zahlreiche privaten Wildreservate des "Greater Kruger Park" deren Zäune zum Nationalpark hin vielfach entfernt wurden. Auch die Umzäunungen bis in den angrenzenden Limpopo-Nationalpark an der Grenze zu Mosambik wurden abgebrochen. Damit soll den Tieren innerhalb dieser geschützten Areale der ungehinderte Zugang über die Grenzen hinweg ermöglicht werden.

Südlicher Gelbschnabeltoko (Tockus leucomelas) / Southern Yellow-billed Hornbill
Südlicher Gelbschnabeltoko (Tockus leucomelas) / Southern Yellow-billed Hornbill

 

Der Park beherbergt insgesamt 147 Säugetierarten inklusive der „Big Five“, 492 Vogelarten, 118 Arten von Reptilien, 34 Amphibienarten und 49 Arten von Süßwasserfischen. Die Pflanzenwelt umfasst 404 Arten von Bäumen, Büschen und Sträuchern, 224 Grasarten und 1.275 andere Pflanzenarten.

 

Quelle: wikipedia.de

Im Krüger Nationalpark ist - bis auf wenige Ausnahmen - in der freien Natur das Verlassen des Fahrzeugs aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.

Die Straßenverhältnisse sind gut, die Hauptstraßen alle asphaltiert und die Nebenstraßen zumindest geschottert.

Durch seine Größe bietet der Park Raum für über 10.000 Elefanten.
Durch seine Größe bietet der Park Raum für über 10.000 Elefanten.

Landschaft

Baobab Tree -> Der Afrikanische Affenbrotbaum (Adansonia digitata)
Baobab Tree -> Der Afrikanische Affenbrotbaum (Adansonia digitata)

Neben der vielfältigen Tierwelt hat mich ebenso die wunderbare Vegetation und Landschaft begeistert. Natürlich haben wir den (berühmten) Affenbrotbaum aufgesucht.

Nicht immer war der Himmel schön blau, teilweise war es recht diesig.
Nicht immer war der Himmel schön blau, teilweise war es recht diesig.
Typisches Bild im Krüger Nationalpark: Wunderbare Vegetation mit beeindruckender Tierwelt (hier ein Breitmaulnashorn).
Typisches Bild im Krüger Nationalpark: Wunderbare Vegetation mit beeindruckender Tierwelt (hier ein Breitmaulnashorn).

Tierwelt

Afrikanischer Büffel (Syncerus caffer) / African buffalo
Afrikanischer Büffel (Syncerus caffer) / African buffalo
Sehr haben wir uns über Fotos der Nashörner gefreut -> hier erblickten wir das Ungetüm von der Straße aus. Erst sahen wir nur den Elefanten ... Wenige Augenblicke später kam das Nashorn direkt auf uns zu und lies sich ausgiebig fotografieren.
Sehr haben wir uns über Fotos der Nashörner gefreut -> hier erblickten wir das Ungetüm von der Straße aus. Erst sahen wir nur den Elefanten ... Wenige Augenblicke später kam das Nashorn direkt auf uns zu und lies sich ausgiebig fotografieren.

Viele Tiere bewegten sich ohne Scheu oder Angst in der Nähe der Straßen. Da der Park sehr leer war, kamen wir voll auf unsere Kosten und konnten mit dem Auto auf der Straße oder am Straßenrand ohne Probleme stehen bleiben und Fotos machen. Die anderen Verkehrsteilnehmer verhielten sich ähnlich. Selbst eine Polizeistreife hielt einmal genau neben uns mitten auf der Straße an, um Fotos vom Nashorn zu machen. ;-)

 

 

Vielfach kamen die Tiere so nahe, dass eine Brennweite zwischen 100 bis 400mm ausreichend war - ein Telezoom-Objektiv bietet sich hierzu an. Nur selten - meist bei Vögeln - ist eine größere Brennweite nötig.

 

Wir haben den Aufenthalt im Nationalpark sehr entspannt erlebt, natürlich lag dies sicher auch an der Jahreszeit.

Ein Fullframe - das Breitmaulnashorn sehr nah!
Ein Fullframe - das Breitmaulnashorn sehr nah!
Gabelracke (Coracias caudata) / Lilac-breasted Roller
Gabelracke (Coracias caudata) / Lilac-breasted Roller
Streifengnu (Connochaetes taurinus) / Blue wildebeest
Streifengnu (Connochaetes taurinus) / Blue wildebeest
Streifengnu (Connochaetes taurinus) / Blue wildebeest
Streifengnu (Connochaetes taurinus) / Blue wildebeest
Südafrikanischer Strauß (Struthio camelus australis) / Common Ostrich
Südafrikanischer Strauß (Struthio camelus australis) / Common Ostrich
Löwe (Panthera leo) / Lion
Löwe (Panthera leo) / Lion
Weißscheitelkiebitz (Vanellus albiceps) / White-crowned Lapwing
Weißscheitelkiebitz (Vanellus albiceps) / White-crowned Lapwing
Impala (Aepyceros melampus) / Impala
Impala (Aepyceros melampus) / Impala
Ein Steppenzebra im Krüger-Nationalpark.
Ein Steppenzebra im Krüger-Nationalpark.
Das Warzenschwein (Phacochoerus africanus) unterwegs. ;-)
Das Warzenschwein (Phacochoerus africanus) unterwegs. ;-)
Großer Kudu (Tragelaphus strepsiceros) - Greater kudu
Großer Kudu (Tragelaphus strepsiceros) - Greater kudu
Fullframe eines Löwen mit einer Brennweite von 100mm.
Fullframe eines Löwen mit einer Brennweite von 100mm.
Flusspferd unmittelbar vor dem Sonnenuntergang - Sunset Dam Lower, Sabie Restcamp, Kruger National Park, South Africa.
Flusspferd unmittelbar vor dem Sonnenuntergang - Sunset Dam Lower, Sabie Restcamp, Kruger National Park, South Africa.
Der Paradieskranich (Anthropoides paradisea) gilt als Nationalvogel Südafrikas.
Der Paradieskranich (Anthropoides paradisea) gilt als Nationalvogel Südafrikas.
Löwinnen im Kruger-Nationalpark.
Löwinnen im Kruger-Nationalpark.

Zwei Löwinnen lagen auf einem Flussdamm unweit der Straße entfernt. Wie bei einer solchen Situation im Krüger Park "üblich", bildete sich auf der kleinen Brücke über den Fluss ein Autokorso. Da der Park an diesem Tag nicht stark frequentiert war, beschränkte es sich auf etwa 8 bis 10 Autos.

Auch wir haben uns bei den anderen warteten Autos eingereiht. Durch das Fernglas konnten wir die Löwinnen beobachten - sie schliefen. Deshalb entschlossen wir uns ein Stück weiter zu fahren, da sich etwas oberhalb des Damms ein größerer Stausee befindet, der von den Wildtieren ausgiebig genutzt wird. Über eine Schotterstraße - auf den wenigen Metern zwischen Hauptstraße und Stausee sahen wir neben Knus, Zebras auch Giraffen aus allernächster Entfernung - kann der Besucher in der Nähe des Sees fahren und einen herrlichen Ausblick auf unzählige Tierherden genießen.

Zurück auf der Hauptstraße angekommen, zückten wir nochmals das Fernglas und beobachteten die Löwendamen. Dieses Mal waren die Löwen wach und just in dem Moment, als wir die Situation beobachteten, schaute eine Löwin über den Damm auf die Wasserstelle. In Sekundenbruchteilen realisierten die anderen Tiere diese bedrohliche Situation und rannten buchstäblich um ihr Leben. Es war dermaßen beeindruckend, wie viele (verschiedene) Tiere von dem kleinen See in alle Himmelsrichtungen auseinanderliefen und die Wasserstelle verließen.

By the way … die Löwinnen legten sich anschließend wieder schlafen. :-)

 

Zugegeben, das Foto der beiden Raubkatzen ist nur von dokumentarischem Wert. Wie meist bei solchen Fotos ist die Geschichte dahinter interessanter.

Giraffe -> mit Vögeln zwischen den Hörnern! ;-)
Giraffe -> mit Vögeln zwischen den Hörnern! ;-)
Glanzstar (Lamprotornis nitens) / Cape Glossy Starling
Glanzstar (Lamprotornis nitens) / Cape Glossy Starling
Elefant
Elefant

Tiere, die über die Straße laufen!

Eine Gif-Animation aus 21 Einzelfotos.
Eine Gif-Animation aus 21 Einzelfotos.

Eine für europäische Reisende sehr besondere Situation: Große und kleine Säugetiere laufen im Krüger Nationalpark auf der Straße vor dem eigenen Auto oder bleiben gar stehen-/sitzen.

 

Neben der imposanten Elefanten - hier bremst man respektvoll eher gerne in sehr sicherer Entfernung ab :-) - hatten wir viele große und kleine Tiere und Herden, die sich auf dem Asphalt tummelten.

Besonders eine Gruppe von Büffeln versperrt uns und anderen Touristen und Einheimischen an einem Abend die Straße. Glück im Unglück ... ich konnte so aus nächster Nähe Portraits der Büffel schießen. Sehr witzig war eine Pavian-Familie von ca. 50 Tieren, die sich ausgiebig auf der Straße vergnügten.

Unsere Unterkunft im Park

Unsere Unterkunft im "Lower Sabie Rest Camp", Kruger National Park
Unsere Unterkunft im "Lower Sabie Rest Camp", Kruger National Park

Unsere Unterkunft im Kruger National Park war im "Lower Sabie Rest Camp" im Süden des Parks. Das Camp befindet sich am Ufer des Sabie Flusses.

 

Unsere Übernachtungsmöglichkeit stellte sich als Halb-Zelt und Halb-Haus heraus. Einerseits waren die Wände rund um den Wohnbereich aus Zeltplastik, andererseits gab es ein gekacheltes Badezimmer. Natürlich hat solch ein Haus einen abenteuerlichen Charme, aber selbst in Afrika wird es im Winter in der Nacht kalt und windig ... was sich besonders in einem Zelt bemerkbar macht. Trotzdem ein tolles Erlebnis!

Die große Anlage des "Lower Sabie Rest Camp" hat uns sehr gut gefallen. Die Lage ist ideal im südlichen Krüger Nationalpark gelegen. Das Restaurant ist empfehlenswert sowie die dort arbeitenden Menschen sind sehr freundlich und interessiert an Besuchern.