Denali-Nationalpark (Denali National Park and Preserve)

Informationen

Der Denali National Park wurde am 26. Februar 1917 als Mount McKinley National Park gegründet und am 2. Dezember 1980 in Denali National Park umbenannt. Denali ("der Hohe") ist der Name, den die athabaskischen Ureinwohner Alaskas dem 6.193 m hohen Mount McKinley gaben. Heute wird der Park jährlich von über 400.000 Menschen besucht und ist besonders für Wildtierbeobachtung berühmt. Die Parkstraße ist von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet.

Die ersten zwei Meilen des Parks bis zum Denali Visitor Center sind frei zugänglich. Vom Visitor Center aus laden zahlreiche kleine und größere Wanderrouten zum erkunden des Parks ein. Die Wanderwege sind befestigt und bieten einen ersten Einblick in die wunderschöne Landschaft des Parks.

 

Das Denali Visitor Center selbst bietet zahlreiche Informationen zum Park und der Tierwelt, die in diesem zu entdecken ist.

 

Link zur offiziellen Seite des Parks.

 

Alaska-Elch (engl. Alaska Moose, Alces alces gigas)
Alaska-Elch (engl. Alaska Moose, Alces alces gigas)

Wer den Park intensiver erkunden möchte, muss eine Eintrittsgebühr von $10 pro Person oder $20 pro Fahrzeug entrichten. Die Gebühr kommt jedoch dem Erhalt und Schutz des Parks zugute und ist für 7 Tage gültig.

Nur die ersten 15 km der Straße sind befestigt und dürfen mit Privatfahrzeugen befahren werden. In das Innere des Parks gelangen Besucher mit einem der vielen Pendelbusse, die regelmäßig von Mai bis September die Parkstraße befahren, zu Fuß oder per Fahrrad.

In das Parkinnere führt eine ca. 100 km lange Straße bis nach Kantishna. Am Ende der Parkstraße liegt der Wonder Lake, der bei klarem Wetter eine gute Aussicht auf den Mount McKinley bietet.

Die Vegetation im Nationalpark besteht aus Mischwald, Tundra und Gletschern.

Das subarktische Klima in Denali ist geprägt von langen kalten Wintern und kurzen warmen Sommern. Durch seine Lage von nur etwa 300 Kilometern südlich des Polarkreises wird es im Somer nicht oder nur sehr wenig dunkel (dafür sind die Tage Ende Dezember extrem kurz).

Im Denali kommt es durchaus vor, dass die Tiere über die Straße laufen und den Verkehr zum Stillstand bringen!
Im Denali kommt es durchaus vor, dass die Tiere über die Straße laufen und den Verkehr zum Stillstand bringen!

In den frühen Morgenstunden und am Abend stehen die Chancen für eine Wildtierbeobachtung besonders gut. In dem Gebiet bis zum Savage River haben wir vor allem Elche gesehen, mit etwas Glück kann man jedoch auch Karibus und Bären entdecken.

Bären sind im Nationalpark recht häufig. Mit Glück kommen sie, wie hier bei uns, sehr nahe.
Bären sind im Nationalpark recht häufig. Mit Glück kommen sie, wie hier bei uns, sehr nahe.

Savage River

Savage River, Denali Nationalpark
Savage River, Denali Nationalpark

Am Savage River angekommen führt ein Rundwanderweg ca. 1 Meile in den Savage Canyon hinein. Der Wanderweg verläuft direkt am Savage River und führt den Wanderer bis zu einer malerisch gelegenen Holzbrücke. Mit etwas Glück entdeckt man auf dem Weg einige der recht zutraulichen Ziesel, die von den Einheimischen liebevoll „low bush grizzlys“ genannt werden.

Arktischer Ziesel (engl. Arctic Ground Squirrel, Spermophilus parryii)
Arktischer Ziesel (engl. Arctic Ground Squirrel, Spermophilus parryii)

An der Brücke angekommen führt einen der Wanderweg auf der gegenüberliegenden Flussseite wieder zum Parkplatz zurück. Im Gebiet des "Savage River" lassen sich neben den Zieseln besonders gut Moorschneehühner, Hasen und zahlreiche Vögel beobachten.

Moorschneehuhn (engl. Willow Grouse, Lagopus lagopus)
Moorschneehuhn (engl. Willow Grouse, Lagopus lagopus)

Wir entdeckten an der Brücke einen Trampelpfad der noch viel weiter in das Tal hinein führt. Wir wanderten dem Pfad entlang und entdeckten neben Zieseln auch ein arktisches Murmeltier.

Eisgraue Murmeltier (engl. Hoary Marmot, Marmota caligata)
Eisgraue Murmeltier (engl. Hoary Marmot, Marmota caligata)
Dieser Wanderpfad führte uns immer weiter in das wunderschöne Tal hinein.
Dieser Wanderpfad führte uns immer weiter in das wunderschöne Tal hinein.

Wer keine Lust oder Zeit für eine Wanderung hat, sollte zumindest dem Weg zum Savage Rock hinauf folgen. Von hier aus bietet sich ein fantastischer Ausblick über den Savage River und die Alaska Range.


Bussafari in den Park

Am Savage River endet der gut ausgebaute Teil der Parkstraße; bis nach Kantishna und zum Wonderlake führt nur eine Schotterstraße über die teilweise sehr abenteuerliche Passstraße. Im Rahmen einer ganztägigen Bussafari lassen sich die atemberaubende Landschaft des Parks und seine vielfältige Tierwelt am besten erkunden.

 

Park Road Map: Hier ist ein Link.

Immer wieder tauchten Tiere, wie hier ein kleiner junger Bär, neben der Straße auf.
Immer wieder tauchten Tiere, wie hier ein kleiner junger Bär, neben der Straße auf.

Die erwartete Jeepsafari durch den Denali stellte sich am frühen Morgen als eine Bustour mit reichlich Senioren raus. :-)

Wir stiegen ernüchtert ein und machten uns auf einen sehr langen Trip gefasst. Unsere Befürchtungen erwiesen sich jedoch als nichtig. Vor uns war eine deutsche Familie und auch die hinter und neben uns sitzenden Amerikaner waren sehr nett.

 

Das Wetter bliebt wider unserer Erwartungen gut. Es regnete nicht und die hellen Wolken standen hoch am Himmel. Wir hatten (fast) ideales Fotowetter. Auf dem Weg nach Kanthisna begegneten uns Elche, ein Luchs, zahlreiche Bären, einige Karibus, Adler, Ziesel, ...

Leider waren die Karibus jedoch immer nur als kleine Punkte in weiter Ferne zu erkennen (unsere amerikanischen "Hintermänner" hatten gute Augen und erspähten jedes Tier).

Den schneebedeckten Mount McKinley sieht man von vielen Stellen entlang der Denali National Park Road. Am Eielson Visitor Center bietet sich jedoch der beste Ausblick auf den meist wolkenverhangen Gipfel und die umliegenden Berge.
Den schneebedeckten Mount McKinley sieht man von vielen Stellen entlang der Denali National Park Road. Am Eielson Visitor Center bietet sich jedoch der beste Ausblick auf den meist wolkenverhangen Gipfel und die umliegenden Berge.


"Gipfelportrait": Wir hatten perfekte Sicht auf McKinley und die umliegenden Gipfel.
"Gipfelportrait": Wir hatten perfekte Sicht auf McKinley und die umliegenden Gipfel.
Blick von der Parkstraße auf den Denali.
Blick von der Parkstraße auf den Denali.

Auf halbem Weg nach Kantishna überquerten wir den Polychrome Pass. Die schmale Straße führte uns an schwindelerregenden steil abfallenden Abgründen vorbei.

 

Entlohnt wurden wir mit einem fantastischen Blick auf die Polycrome Mountains. Die unterschiedlich gefärbten Felsen entstanden vor ca. 50 Millionen Jahren durch Vulkanaktivität.

 

In Kanthisna erwartete uns ein leckeres Essen (Sandwichs, Spinatnudeln, Salate und Kaffee und Kuchen). Im Anschluss an das Essen hatten wir noch etwas Zeit um die kleine Siedlung (als Stadt will ich es nicht bezeichnen) zu erkunden.

 

Unsere Bekannten aus dem Bus versuchten sich im Goldwaschen, hatten jedoch nicht so viel Glück wie die Goldgräber von einst.

Auf der Rückfahrt hält sich das Wetter und wir entdeckten erneut viele Tiere: Bären, Karibus, Dallschafe, Tannenhühner und einen Wolf, der plötzlich direkt vor uns auf der Straße steht.

Der Wolf kam auf wenige Meter heran. 700mm (500/4 + Telekonverter) an meiner Vollformat-Kamera 5D Mark II waren schon zuviel Brennweite! :-)
Der Wolf kam auf wenige Meter heran. 700mm (500/4 + Telekonverter) an meiner Vollformat-Kamera 5D Mark II waren schon zuviel Brennweite! :-)

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, die Bustour war sicher ein Higlight unseres Urlaubs.

 

Während der Fahrt ergaben sich beste Möglichkeiten, Alaskas „Big Four“ – Grizzly, Elch, Karibu und Dall-Schaf – zu erspähen. Wir hatten zudem besonders Glück und konnten noch einen Luchs und einen Golden Eagle (Amerikanischer Steinadler) entdecken.

 

Unser Busfahrer gratulierte uns noch zum "Golden Slam" (alle für Denali berühmten Tiere konnten wir sehen); einzig der Wolverine (Vielfraß) ließ sich nicht blicken.

Der Luchs: Eines meiner Lieblingsbilder. Vor allem von hinten sieht man sehr gut die weißen spitzen Ohren der Katze.
Der Luchs: Eines meiner Lieblingsbilder. Vor allem von hinten sieht man sehr gut die weißen spitzen Ohren der Katze.
Dall-Schaf oder Alaska-Schneeschaf (Ovis dalli)
Dall-Schaf oder Alaska-Schneeschaf (Ovis dalli)

Weitere Fotos der Tiere aus dem Nationalpark

Golden Eagle (Amerikanischer Steinadler, Aquila chrysaetos)
Golden Eagle (Amerikanischer Steinadler, Aquila chrysaetos)

Immer wieder waren die Alaska-Elche präsent.

Aber auch viele weiteren Tiere konnten wir auf unserer Tour durch den Denali Nationalpark sehen und fotografieren.

Dachsammer (engl. White-crowned Sparrow, Zonotrichia leucophrys)
Dachsammer (engl. White-crowned Sparrow, Zonotrichia leucophrys)

Weitere Landschaftsimpressionen rund um den Denali Nationalpark

Wir hatten wirkliches Glück und konnten jeden Tag zu jeder Tageszeit (wie hier am Abend) den Mount McKinley sehen. Ein sehr seltenes Naturschauspiel, da der Berg meist völlig von Wolken verdeckt wird.
Wir hatten wirkliches Glück und konnten jeden Tag zu jeder Tageszeit (wie hier am Abend) den Mount McKinley sehen. Ein sehr seltenes Naturschauspiel, da der Berg meist völlig von Wolken verdeckt wird.
Der George Parks Highway unmittelbar vor dem Denali Nationalpark am späten Abend bei Dämmerung.
Der George Parks Highway unmittelbar vor dem Denali Nationalpark am späten Abend bei Dämmerung.