Lake Clark Nationalpark (Lake Clark National Park and Preserve)

Wer nach Alaska geht, möchte auch Bären sehen. Natürlich auch wir! Nicht umsonst wollte ich mein 500er Objektiv mitgeschleppt haben.

 

Deshalb starte ich den Reisebericht mit Fotos und Informationen über die Grizzlybären und den Lake Clark National Park.

Nach ca. 45 Minuten landete unser Pilot sicher am Strand des Lake Clark Natinonal Parks.
Nach ca. 45 Minuten landete unser Pilot sicher am Strand des Lake Clark Natinonal Parks.

Unsere Reise zum Lake Clark National Park begann am Flughafen von Soldotna. Wir flogen mit einer Gippsland GA-8 „AirVan“, einem einmotorigen Flugzeugs eines australischen Flugzeugherstellers für bis zu 8 Passagiere, quer über den Cook Inlet.

 

Der ca. 16.000 km² große Lake Clark National Park and Preserve erstreckt sich über die Chigmit Mountains und geht in die Aleutian Range über. Die beiden höchsten Berge des Parks, Mount Redoubt (3059 m) und Mount Iliamna (3054 m), sind aktive Vulkane.

Der Park ist nicht an das Straßennetz angeschlossen und daher nur per Flugzeug oder per Boot erreichbar. Die beste Zugangsmöglichkeit bietet die 200 km lange Meeresküste am Cook Inlet, der lang gestreckten Bucht zwischen der Kenai Halbinsel und dem Festland.

 

Aufgrund seiner Abgeschiedenheit wird der Lake Clark Nationalpark durchschnittlich von weniger als 5000 Menschen pro Jahr besucht.

Bereits während des Hin- und vor allem während des Rückflugs boten sich uns fantastische Ausblicke auf die grandiose Landschaft des Lake Clark National Parks.

Der aktive Strato-Vulkan "Mount Redoubt" ist mit 3.108m der höchste Berg der Aleutenkette. Südwestlich von Anchorage in den Chigmit Mountains am Cook Inlet gelegen ist er Teil des Lake Clark Nationalpark.
Der aktive Strato-Vulkan "Mount Redoubt" ist mit 3.108m der höchste Berg der Aleutenkette. Südwestlich von Anchorage in den Chigmit Mountains am Cook Inlet gelegen ist er Teil des Lake Clark Nationalpark.

Unser Pilot informierte uns während des Flugs über die kleine Wolke über dem Vulkan: Zu unserer Überraschung handelte es sich hier um Asche aus dem aktiven "Mount Redoubt".

Schon kurz vor der Landung sahen wir aus dem Flugzeug die ersten Bären an der Küste umher laufen.

 

Als wir das Flugzeug am Strand verlassen wollten, begrüssten uns schon die ersten Grizzlys in unmittelbarer Nähe. Ohne Ranger durften wir die schützende Umgebung des Flugzeugs nicht verlassen, aber wir bekamen gleich zu Beginn einen Eindruck was uns erwarten sollte.


Nach dem ersten Bären-"Schock" am Strand holte uns unser Führer mit einem Quad ab. In dem kleinen Wägelchen sitzend erkundeten wir die Landschaft und hielten Ausschau nach weiteren Bären.

 

Und die kamen zahlreich vor das Objektiv! ;-)


Bären (Grizzlybär - Ursus arctos horribilis)

Unsere Rangerin "Jenny" bat uns, keine Rücksäcke im Quad zu lassen während wir auf Wanderung waren.

 

Erst später wurde mir bewusst, warum diese Anweisung strikt einzuhalten war.

Eine junge Bärendame näherte sich behutsam unserem Fahrzeug und schaute sich neugierig um. Als wir zurück kamen, wartete die Bärin noch auf uns. Natürlich blieben auch wir einige Meter vom Quad entfernt und schauten uns gegenseitig an. Als uns Jenny fragte, warum wir denn nicht ins Fahrzeug steigen wollen, brach lautstarkes Gelächter unter uns aus.

 

Die Geschichte ging aber gut aus: Der Grizzly lief nach einigen Minuten (enttäuscht) weiter.

Vor allem ein zweijähriger Bär hatte es auf uns abgesehen. Neugierig (und wahrscheinlich hungrig) kam er immer näher und musterte uns intensiv. Ranger "Eric" musste den kleinen Kerl mit Händeklatschen auf ein paar Meter Distanz halten.

Im Lake Clark Nationalpark sind die Bären sehr gut zu beobachten. Wenn die Besucher sich an die Regeln halten, werden sie mit atemberaubenden Bildern und Situationen belohnt. Zu keiner Sekunde haben wir uns - auch dank der Ranger - unwohl oder unsicher gefühlt.

500mm an einer Vollformat reichten teilweise locker für die Bären aus.
500mm an einer Vollformat reichten teilweise locker für die Bären aus.
Hier ein ähnliches Bild, fotografiert von Debora mit 105mm!
Hier ein ähnliches Bild, fotografiert von Debora mit 105mm!

Impressionen aus dem Lake Clark Nationalpark

Der zweite Tag bei den Bären begrüßte uns am frühen Morgen im Lake Clark NP mit strahlendem Sonnenschein.
Der zweite Tag bei den Bären begrüßte uns am frühen Morgen im Lake Clark NP mit strahlendem Sonnenschein.
Fußabdruck eines Grizzlys
Fußabdruck eines Grizzlys

Bären sind im Nationalpark allgegenwärtig.

Ob Fußabdrücke im Strand, eine Bärenstatue neben unserer Lodge oder die zahlreichen imposanten Fellträger selbst.

 

Aber nicht nur die Grizzlys, sondern vor allem auch die imposante Landschaft machen jeden Besuch des Nationalparks zum lohnenden Erlebnis.

Sehr gerne hätten wir noch weitere Tage im Nationalpark verbracht. Besonders die Reviere der Puffins sowie der Weißkopfseeadler hätten wir gerne besucht. Beide Vögel haben wir aber noch an anderer Stelle auf der Kenai-Halbinsel angetroffen.

 

Wer weiß, vielleicht verschlägt es mich einmal wieder in den Lake Clark ... ;-)

Die Ausblicke auf die Chigmit Mountains waren fantastisch.
Die Ausblicke auf die Chigmit Mountains waren fantastisch.

Unterkunft

Unsere Hütte war gut ausgestattet: Fließend warmes Wasser, Toilette und Dusche, schöne Betten und beste Aussicht auf die Landschaft des Nationalparks. Gelegentlich besuchte uns ein kleiner Bär.


Arbeitsbilder

Unser Ranger "Eric" und ich. Wir stehen bei Ebbe am Strand des Pazifischen Ozeans.
Unser Ranger "Eric" und ich. Wir stehen bei Ebbe am Strand des Pazifischen Ozeans.