Der 1.255 km² große Grand Teton Nationalpark dient vielen Touristen lediglich als Durchfahrt zum weit bekannteren, nur 16 km entfernten Yellowstone Nationalpark.

Debora und ich nahmen uns dennoch zwei Tage Zeit, um den wunderschönen Nationalpark zu erkunden.

 

Landschaftlich besticht der Nationalpark vor allem durch die Bergkette der Teton Range (Grand Teton ist der höhste Berg mit 4.198 m), welche zu den jüngsten Gipfeln der Rocky Mountains gehören, sowie die zu deren Füßen liegende Ebene Jackson Hole mit dem Snake River. Zahlreiche Seen, welche über Wanderwege gut erschlossen sind, laden zum Verweilen und Fotografieren (!) ein.

Amerikanischer Bison (Bison bison) / American bison

Zu meiner Freude haben wir im Grand Teton (und natürlich im Yellowstone Nationalpark) viele Bisons gesehen. Diese imposanten (Wild-)Rinder waren schon lange auf meiner Fotomotiv-Wunschliste.

Der Amerikanische Bison, auch "Büffel" genannt, kam früher millionenfach in den nordamerikanischen Prärien und Wäldern vor.

Nach der Ankunft der Weißen im Westen der USA begann eine massenhafte Vernichtung der Herden. Ende des 19. Jahrhunderts stand der Bison kurz vor der Ausrottung - nur die Einrichtung des Yellowstone Nationalparkes im Jahr 1872 ermöglichte den Bisons noch rechtzeitig ein Schutz- und damit ein Rückzugsgebiet.

 

Aufgrund von strengen Schutzmaßnahmen, Zuchtprogrammen und Nationalparks sollen heutzutage wieder knapp eine halbe Million Tiere im Mittleren Westen der USA leben.

 

Im Grand Teton Nationalpark sind sehr viele Tierarten beheimatet. Die bekanntesten - Bison, Elch und Hirsch - haben wir gesehen und fotografieren können.

 

Überall im Park sind allerdings auch solche Warnschilder aufgestellt, die vor den Gefahren im Straßenverkehr warnen. Sehr oft haben wir Bisons auf und neben der Straßen gesehen.

Cunningham Cabin

Cunningham Cabin
Cunningham Cabin

Das Blockhaus Cunningham Cabin wurde von Jon Pierce Cunningham errichtet, welcher sich um das Jahr 1885 als einer der ersten weißen Siedler zunächst als Trapper und anschließend als Farmer in der Jackson Hole niederließ. Nachdem die Cunningshams die Farm weiter ausgebaut und ein größeres Haus errichtet hatten, wurde das Blockhaus als Jagdhütte genutzt.

1928 verkauften die Cunninghams ihre Farm (das Land wurde für den künftigen Grand Teton Nationalpark genutzt).

 

Heute steht die Hütte stellvertretend für das harte Leben der ersten Siedler am Grand Teton.

Tom Moulton's Barn on Mormon Row

Weit bekannter als die Cunningham Cabin ist die Scheune Moulton Barn, welche von T.A. Moulton und seiner Familie in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts erbaut wurde.

Die Moultons gehörten zu einer Gruppe von Mormonen, welche sich ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts am Grand Teton niederließen und den Grundstein für die heutige Infrastruktur der Region legten.

 

Die zahlreichen Farmgebäude gehören heute zum Mormon Row Historic District und bieten die maliersche Foto-Kulisse vor der Teton Range. Ganz alleine ist man hier nie. Sollten außer einem selbst keine Touristen zugegen sein, kommen die neugierigen Uinta-Ziesel aus ihren Erdlöchern und lassen sich mit ablichten. ;-)

Impressionen aus dem Nationalpark

Früh morgens ist der Grand Teton Nationalpark noch im Nebel.
Früh morgens ist der Grand Teton Nationalpark noch im Nebel.
Gewitterstimmung im Grand Teton. Das Pferd war wenig beeindruckt, wir gingen schnell zurück zum Auto.
Gewitterstimmung im Grand Teton. Das Pferd war wenig beeindruckt, wir gingen schnell zurück zum Auto.
Gewitter
Gewitter
Gewitterstimmung am Spätnachmittag.
Gewitterstimmung am Spätnachmittag.
Ein kleiner Teil der Pferdeherde (ca. 150 Tiere) vor der Teton Range.
Ein kleiner Teil der Pferdeherde (ca. 150 Tiere) vor der Teton Range.
Blick auf den Snake River von Moran Junction aus.
Blick auf den Snake River von Moran Junction aus.

Oft hatten wir bei der Fahrt durch den Westen der USA das Gefühl, die Gegend mit Prärie und Pferden sowie Flüssen und Seen ist der "wahre Westen" ... zumindest wie es der Europäer von den Filmen Hollywoods her kennt.

Weite Ebene der Jackson Hole, im Hintergrund Mount Moran und die Bergkette der Teton Range.
Weite Ebene der Jackson Hole, im Hintergrund Mount Moran und die Bergkette der Teton Range.

Oxbow Bend

Durch die Flussbiegung am Oxbow Bend bietet sich dem Besucher eine der schönsten Aussichten des Grand Teton National Park. Bei gutem Wetter spiegeln sich der Mount Moran und die umliegenden Berge im Wasser des Snake River.

Neben zahlreichen kleinen Mücken kann man mit etwas Glück auch Elche und andere Wildtiere am Flussufer entdecken.

Blick vom Oxbow Bend auf Mount Moran mit dem Skillet Gletscher (3,842 m).
Blick vom Oxbow Bend auf Mount Moran mit dem Skillet Gletscher (3,842 m).
Mount Moran, Mount Woodring und Mount St. John am Oxbow Bend (von rechts).
Mount Moran, Mount Woodring und Mount St. John am Oxbow Bend (von rechts).

Die Teton-Bergkette

Die Teton-Bergkette erhebt sich ohne Vorgebirge rund zweitausend Meter aus der Ebene. Der Grand Teton ist die höchste Erhebung des Nationalparks und liegt 4.198 Meter über dem Meeresspiegel.

Die meisten Besucher des Grand Teton benutzen den Nationalpark (leider nur) als Durchgangsstation über den John D Rockefeller, Jr. Memorial Parkway zum Yellowstone-Nationalpark.

 

Wie ich hoffentlich aufzeigen konnte, bietet der Park viele Sehenswürdigkeiten und geniale Fotomotive! ;-)