Yellowstone Nationalpark Teil 1

Der Yellowstone Nationalpark bietet dem Besucher verschiedene Sehenswürdigkeiten. Besonders bekannt und beliebt ist der Nationalpark für seine Geysire und heißen Quellen.

Mit dem "Grand Canyon des Yellowstone" bietet der Park ein weiteres Highlight: einen tiefen und eindrucksvollen Canyon mit zahlreichen Wasserfällen und Stromschnellen sowie Aussichtspunkten und Wanderwegen. Eine abwechslungsreiche Landschaft mit dichten Wäldern, einsamen Seen, majestätischen Bergen sowie eine große Tiervielfalt runden das Gesamtbild ab.

-> zu Teil 2 des Berichts.

Themen des Reiseberichts Yellowstone Nationalpark, Teil 1

 

- Old Faithful

- Geyser Hill (Old Faithfull)

- West Thumb

- Mammoth Hot Springs

- Hayden Valley

- Artists Paintpots

- Black Sand Bassin

- Impressionen aus dem Nationalpark

Old Faithful

Der Old Faithful bricht - im Gegensatz zu den anderen großen Geysire des Yellowstone Nationalparks - sehr zuverlässig aus. Der Zeitabstand zwischen den Erruptionen beträgt ca. 90 Minuten. Ein Ausbruch dauert bis zu 5 Minuten und erreicht eine Höhe von 30-55 Meter. Während der Erruption versprüht der Old Faithful ca. 14.000 bis 32.000 Liter kochendes Wasser.


Benannt wurde der Geysier im Jahr 1870 von der Washburn Expedition aufgrund seiner Zuverlässigkeit ("der alte Getreue").

Ein Geysir ist eine spezielle Art einer heißen Quelle, bei der das Wasser in regelmäßigen / unregelmäßigen Abständen als Fontäne nach oben ausbricht.
Ein Geysir ist eine spezielle Art einer heißen Quelle, bei der das Wasser in regelmäßigen / unregelmäßigen Abständen als Fontäne nach oben ausbricht.
Ausbruch des Geysirs - Im Sonnenlicht erscheint in der Gischt ein Regenbogen.
Ausbruch des Geysirs - Im Sonnenlicht erscheint in der Gischt ein Regenbogen.

Nachfolgende Fotos zeigen den Ausbruch des Old Faithful - ein besonderes Naturschaupiel.

Neben der Hauptattraktion des Old Faithful bietet die Gegend zahlreiche andere Geysire und heiße Quellen, welche über Bohlenwege und asphaltierte Wege gut zu Fuß erreichbar sind.

Geyser Hill (Old Faithfull)

Um die Wartezeit auf die nächste Eruption des Old Faithful zu verkürzen bietet sich ein Spaziergang (30-60 Minuten) auf den nahe gelegenen Geyser Hill an. Der gut ausgebauter Bohlenweg führt über den Firehole River zu den 30 kleinen und größeren Geysieren und heißen Quellen.

Die fünf bekanntesten Geysire sind Anemone Geyser, Plume Geyser, Beehive Geyser, Lion Group Geyser sowie der Doublet Pool.

 

Weit ab vom Gedränge um den Old Faithful bietet sich auch vom Geyser Hill aus ein schöner Blick auf den ausbrechenden Geysir.

Brücke am Firehole River
Brücke am Firehole River

Der Lion Group besteht aus vier Geysieren: Little Cub, Lioness, Big Cub und Lion. Der Lion Geyser hat den höchsten Kegel und bricht alle 1-7 Minuten aus (21 m).

Farben und Formen! Ein grandioses Naturschauspiel.
Farben und Formen! Ein grandioses Naturschauspiel.

West Thumb Geyser Basin

Das West Thumb Geyser Basin gehört durch seine Lage am Ufer des Grand Lake zu einem der landschaftlich schönsten Geysier Becken im Yellowstone Nationalpark.

Bekannt ist West Thumb vor allem für "Fishing Cone".

Der am Ufer des Sees gelegene Kegel wurde u. a. durch Angler bekannt, die während der Washbourn Expedition (im Jahr 1870) ihre Angeln vom Kegel aus ins Wasser hielten und die Forellen anschließend im heißen Wasser (93° Celsius) des Fishing Cone garten.

 

Besonders am Abend, insbesondere zur "Blauen Stunde", ist der Fishing Cone ein sehr lohnenswertes fotografisches Ziel!

Fishing Cone zur "Blauen Stunde"
Fishing Cone zur "Blauen Stunde"
Abyss Pool ist mit 16m die tiefste heiße Quelle im Yellowstone Nationalpark und war zuletzt 1991 aktiv.
Abyss Pool ist mit 16m die tiefste heiße Quelle im Yellowstone Nationalpark und war zuletzt 1991 aktiv.

Mammoth Hot Springs

Die nördlichste Ortschaft des Yellowstone Nationalparks verdankt ihren Namen den Sinter-Terassen und heißen Quellen, welche sich in unmittelbarer Nähe befinden.

Neben einem sehr schön ausgebauten Besucherzentrum hat die Siedling außer einem Hotel, einem Restaurant und einem Souvenirladen nicht allzu viel zu bieten.
Ein Highlight ist die Herde der Wapiti-Hirsche, welche direkt im Ort heimisch ist. Oft grasen die Tiere direkt auf der Wiese neben dem Hotel und lassen sich gemeinsam mit den dort lebenden Ziesel gut beobachten.

Palette Spring
Palette Spring

Zu den Mammot Hot Springs gehören die Upper, Main und Lower Terrace.

 

Das Wasser der heißen Quellen wird tief im Erdinneren erhitzt und gelangt durch zahlreiche Spalten und Risse am Berghang der Mammot Hot Springs an die Oberfläche.

 

Durch kleine Erdbeben verändert sich das Gebiet stetig. Heiße Quellen versiegen von heute auf morgen, werden erst nach Jahrzehnten wieder aktiv oder tun sich andernorts ganz neu auf.

Angel Terrace
Angel Terrace

Die Upper Terrace lässt sich oberhalb der Ortschaft über einen Rundweg (per Einbahnstraße) gut mit dem Auto erkunden. Leider ist die Upper Terrace meist gut besucht, so dass man Glück haben muss, um eine der Parkbuchten bei den verschiedenen Haltepunkten des Rundwegs zu ergattern.

Besonders gefallen hat uns der halbrund Orange Spring Mound sowie die Angel Terrace mit den abgestorbenen Bäumen und interessanten Farbgebungen.

Angel Terrace
Angel Terrace
Orange Spring Mound
Orange Spring Mound
Versteinerter Baum auf der Main Terace
Versteinerter Baum auf der Main Terace

Vom Rundweg der Upper Terrace aus gelangt man zum Overlook Parkplatz. Von hier aus bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das weiße Feld der Main Terrace sowie ein weiter Blick auf die umliegende Landschaft. Bohlenwege führen über die Terrasse der Crassy Spring bis zum Abhang der sehr aktiven Canary Spring hinunter.


Wer möchte, kann von der Main Terrace bis hinunter zur Lower Terrace laufen.

Grassy Spring Terrace
Grassy Spring Terrace
Canary Spring
Canary Spring

Auf dem Weg zur Lower Terrace ist es Pflicht, einen kurzen Stopp unterhalb der Canary Spring (kurz vor der Abbiegung zum Reiterhof, rechts) einzuplanen. Die  heiße Quelle ergießt sich über den gesamten Bergrücken in schönen Weiß- bis Brauntönen und lässt sich von hier aus besonders gut bestaunen.

Canary Spring
Canary Spring

 

Zur Färbung der heißen Quellen:

 

Am unmittelbaren Austrittsort von heißen Quellen sind häufig Sinterabsätze zu beobachten, die entsprechend der chemischen Struktur des Thermalwassers von weiß bis grau (Kalk), hellgelb, orange und braun (je nach Eisengehalt) bis schwarz (Mangan) gefärbt sein können. Darüber hinaus können in Abhängigkeit von bestimmten Wassertemperaturen Mikroorganismen wie Algen und Bakterien (zum Beispiel Cyanobakterien oder Thermus aquaticus) zu einer Verfärbung des Wassers bzw. der Sinterabsätze führen. Die Farbe, die durch viele solcher Kleinstlebewesen hervorgerufen wird, ändert sich von hellgelb über orange zu dunkelgrün.

 

Quelle: wikipedia.de

 

Minerva Terrace - Minerva-Quelle: Diese Quelle befindet sich im Zentrum der unteren Terrassen.
Minerva Terrace - Minerva-Quelle: Diese Quelle befindet sich im Zentrum der unteren Terrassen.

Der Höhepunkt der Mammoth Hot Springs ist die Sinterterrasse "Minerva Terrace" (Lower Terrace), welche in besonders farbenfroher Pracht erstrahlt. 

 

Zurecht wurde die Terrasse nach Minerva, der römischen Göttin der Bildhauer, benannt.

Minerva Terrace
Minerva Terrace
Mound Terrace ist lange ausgetrocknet, der Kalkstein bröckelt.
Mound Terrace ist lange ausgetrocknet, der Kalkstein bröckelt.

Mound Terrace und Jupiter Terrace zeigen deutlich den Zyklus zwischen Aktivität und Inaktivtät der Mammot Hot Springs.

Während die beiden Quellen heute komplett versiegt sind, galt Mound Terrace im Jahr 1937 als die am schönsten gefärbte heiße Quelle des Gebiets. Heute bröckelt der Kalkstein und lässt die Schönheit von einst verblassen.


Jupiter Terrace war in den 80ern noch sehr aktiv und überflutete damals mehrfach die Bohlenwege.

Palette Spring
Palette Spring

Von Mammoth Hot Springs zu Fuß am einfachsten zu erreichen sind die Palette Springs direkt am Fuße der Lower Terrace. Das Wasser fließt hier von einem kleinen Plateau aus den Hang hinunter und beeindruckt durch die verschiedenen braun-weißen Farbgebungen sowie die zahlreichen kleinen Terassen.

Palette Spring
Palette Spring
Palette Spring
Palette Spring

Hayden Valley

Das Hayden Valley ist ein breites, flaches Tal zwischen dem Yellowstone Lake und dem Grand Canyon of the Yellowstone.

 

Während der letzten Kaltzeit war das Tal ein Teil des damals noch wesentlich größeren Yellowstone Lake. Als sich das Wasser langsam aus dem Tal zurückzog und sich der See auf seine heutige Größe reduzierte, hinterließ er einen feinen Silt- und Ton-Boden.

Auf diesem Boden wächst die benötigte Nahrung für Wildtiere, jedoch nur bedingt für Bäume.

Bison im Hayden Valley
Bison im Hayden Valley

Besonders bekannt ist das Hayden Valley für seine großen Bison-Herden, welche sich im Sommer im Hayden Valley aufhalten.

Aber auch andere bekannte Wildtiere des Nationalparks wie beispielsweise Wapitis, Elche, Wölfe und Grizzlybären sind vereinzelt anzutreffen.

Immer wieder trifft man die Bisons auf und neben den Straßen an! Hier ist Vorsicht geboten, da die Wildrinder kräftige und schnelle Tiere sind und dadurch sehr gefährlich werden!

 

Wie man auf nachfolgenden Fotos gut sieht, ordnen sich die Autofahrer den Bisons im Straßenverkehr unter!

Aber sind wir mal ehrlich, so ein imposantes Tier bringt auch kein Auto aus der Ruhe! ;-)

Hayden Valley mit einem Bison.
Hayden Valley mit einem Bison.
Eine Bisonherde im Hayden Valley.
Eine Bisonherde im Hayden Valley.

Artists Paintpots

Artists Paintpots ist ein kleines, aber schönes Thermalgebiet südlich von Norris.

Ein 1,6 km (1,0 Meilen) langer Rundweg führt den Besucher durch ein Nadelwaldgebiet zu farbenfrohen heißen Quellen sowie zwei großen Schlammtöpfen. Vom erhöhten Teil des Rundwegs bietet sich einem ein schönes Ausblick auf die unter einem liegende "Farbtöpfe" (Paintpots).

Black Sand Bassin

Der Name "Black Sand" (schwarzer Sand) verdankt der Basin dem zerquetschten Obsidian (oder vulkanisches Glas), welcher hier zu finden ist. Die häufigen Ausbrüche des Cliff-Geysirs (bis 12 Meter hohe Fontäne) und das bunte Wasser des Sunset Lake sind einige der natürlichen Wunder des kleinen Basin.

Herrliche Farben!
Herrliche Farben!

Früher war Opalescent Pool (Foto unten) von mehreren kleinen Quellen umgeben, bevor er komplett austrocknete. Erst der Wasserzufluss des Spouter Geyser ließ die Quelle schließlich wieder fließen und überschwemmte die Umgebung. Die umliegenden Kiefern starben ab. Kieserde sättigt nun langsam das Holz und versteinert dieses durch den fehlenden Sauerstoff.

Versteinerte Kiefern am Opalescent Pool
Versteinerte Kiefern am Opalescent Pool

Impressionen aus dem Nationalpark

Yellowstone Lake
Yellowstone Lake

In der Stadt Gardiner (Bundesstaat Montana) - dem nördlichen Eingang des Parks - steht der Roosevelt Arch. Dieser Torbogen wurde im Jahr 1903 errichtet, nachdem die Bahnline direkt bis zum Eingang des Yellowstone Nationalparks führte.

 

Die Inschrift "For the benefit and enjoyment of the people" lautet übersetzt "Für den Nutzen und das Vergnügen der Leute".

Der Roosevelt Arch in der Nähe von  Gardiner (Montana) ist am Nordeingang des Yellowstone Nationalpark.
Der Roosevelt Arch in der Nähe von Gardiner (Montana) ist am Nordeingang des Yellowstone Nationalpark.
Roaring Mountain
Roaring Mountain
Duck Lake bei West Thumb Junction
Duck Lake bei West Thumb Junction
Tower Fall (40 m), Tower Creek
Tower Fall (40 m), Tower Creek
Lewis Falls (9 m) und Snake River
Lewis Falls (9 m) und Snake River

-> zu Teil 2 des Berichts.