Der Bryce-Canyon-Nationalpark liegt im Südwesten Utahs und befindet sich auf einer Höhe von ca. 2400 bis 2700 Metern. Hierdurch sind wesentlich niedrigere Temperaturen sowie häufigere Niederschläge als in den benachbarten Nationalparks zu verzeichnen.

 

Der Bryce Canyon wurde nicht durch einen Fluss (wie beispielsweise der Grand Canyon) gebildet, sondern liegt an der südöstlichen Kante des Paunsaugunt-Plateaus. Wind, Wasser und Eis erodierten die Kante des Plateaus zu großen Amphitheatern mit eindrucksvollen Felsnadeln - den "Hoodoos". Die Felsnadeln können eine Höhe bis zu 60m erreichen.

 

Der Canyon lässt sich über Wanderwege gut zu Fuß erkunden. Weit weniger anstrengend ist jedoch eine Fahrt auf der knapp 30km langen Panoramastraße, welche entlang des Plateaus verläuft. Zahlreiche Aussichtspunkte bieten hier eine grandiose Aussicht auf die unzähligen Felsnadeln.

Aufgrund der Härte des Gesteins in verschiedenen Schichten verursachte die Erosion unterschiedliche "Schäden". Es entstanden an manchen Orten bizarre Formationen wie die Hoodoos im Bryce Canyon (oder die Steinbögen im Arches Nationalpark).

Amphitheater des Bryce NP.
Amphitheater des Bryce NP.
Einer der berühmtesten Hoodoos im Bryce-Canyon-Nationalpark: Thors Hammer
Einer der berühmtesten Hoodoos im Bryce-Canyon-Nationalpark: Thors Hammer

Der Park bietet zahlreiche Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrades. Jeder "Trail" für sich ist lohnenswert. Ich bin den "Navajo Loop Trail" gewandert und habe "Thors Hammer" aus der Nähe sehen können.

 

Bei allen Wanderungen ist aber immer darauf zu achten, dass man sich im Hochgebirge befindet.

Blick von Bryce Point auf das sogenannte Amphitheater.
Blick von Bryce Point auf das sogenannte Amphitheater.
Goldmantel-Ziesel (Spermophilus lateralis) / Golden-mantled ground squirrel (Callospermophilus lateralis)
Goldmantel-Ziesel (Spermophilus lateralis) / Golden-mantled ground squirrel (Callospermophilus lateralis)

Das Paunsaugunt-Plateaus ist durch seine Wiesen und Wälder Heimat zahlreicher Tiere. In den frühen Morgenstunden und am Abend kann man mit etwas Glück auf den Wiesen Maultierhirsche, Rothirsche oder Gabelantilopen beobachten. Auch Präriehunde und zahlreiche andere kleine Nager sind hier zu finden.

Der 29 km lange Scenic Drive führt zu insgesamt 13 Aussichtspunkten, darunter Sunrise Point, Sunset Point, Inspiration Point und Bryce Point. Weiter im Süden des Parks befinden sich Natural Bridge sowie Rainbow Point und Yovimpa Point.