Reisebericht Indien

Taj Mahal (Agra, Uttar Pradesh)
Taj Mahal (Agra, Uttar Pradesh)

Debora und ich haben im Rahmen unserer Rundreise im Februar 2014 durch das Königreich Bhutan für insgesamt sechs Tage den sehr sehenswerten und abwechslungsreichen nördlichen Teil Indiens besucht.

 

Unsere Route führte uns von von der indischen Hauptstadt Delhi über Agra (Taj Mahal) zum Ranthambore Nationalpark (Tiger).

Indien als Reiseland

Indien als Reiseland ... was stellt man sich hierunter vor?

Immer wieder wurde und wird in den Medien von Gewaltexzessen insbesondere gegen Frauen berichtet. Die teilweise enorme Armut der Bevölkerung macht den Besucher des Landes sehr betroffen. Viele (insbesondere auf dem Land wohnende) Inder haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Ebenso ist die große Umweltverschmutzung in den Städten ein Problem. Smog und Müllberge mit daraus resultierenden freilaufenden Tieren (Kamele, Kühe, Hunde, Wildschweine, etc.) sind die Folge.

 

Debora und ich sind die Wegstrecken zwischen Delhi, Agra und Ranthambore mit dem Auto unterwegs gewesen. Hierbei konnten wir einen kurzen Blick auf das Land und die Leute erhaschen und die beschriebenen Zustände "erleben".

Sehenswürdigkeiten

Indien besitzt neben schöner und abwechslungsreicher Flora und Fauna eine vielzahl berühmter Architektur.

  • Die indische Hauptstadt Delhi verfügt über eine Reihe von herausragenden Bauwerken aus der Ära der Mogulherrscher.
  • In der nordindischen Stadt Agra steht das weltberühmte Taj Mahal sowie das Agra Fort.
  • Seltene Tiere, insbesonders den Tiger, können im Ranthambore Nationalpark besichtigt werden.
Safdarjung-Mausoleum (Delhi, Indien)
Safdarjung-Mausoleum (Delhi, Indien)

Sicherheit und Organisation

Trotz der medialen Horrormeldungen der vergangenen Zeit über Vergewaltigungen, Entführungen, Diebstahl und Raub haben wir uns in Indien recht sicher gefühlt.

Viele Inder sind sehr (gast-)freundlich und hilfsbereit.

 

Städte:

Tagsüber in den touristisch belebten Ecken der Städte Delhi oder Agra haben wir uns sicher gefühlt. Die Touristenmagnete sowie die Hotels werden (schwer) bewacht.

In der Nacht hätte ich mich nicht auf die Straßen getraut. Selbst unser Fahrer, der uns bei Dunkelheit abholte, hat an einsamen Nebenstraßen nicht an roten Ampeln angehalten!

 

Extrem Nerv tötend war allerdings das Verkaufsgebaren der Inder. Selbst ein vom Hotel organisierter Fahrer, der uns zu den Sehenswürdigkeiten von Delhi bringen sollte, führte uns unverhofft zu einem Verkaufsladen, welcher wohl von seinen Verwandten/Freunden betrieben wird und er Provision erhält (was er uns gegenüber offen zugab).

Oft hilft nur ein klares NEIN, allermeist geben sich die Inder damit zufrieden (schließlich gibt es ja noch ein Trinkgeld zu verlieren).

 

 

Auf dem Land:

Wir haben die beiden langen Strecken zwischen Delhi, Agra und Ranthambore mit dem Auto (und Fahrer) bewältigt. Hierbei ist uns neben der Armut aufgefallen, dass wir von vielen Indern regelrecht (aus Neugier) begafft wurden.

 

 

Zugreise:

Zugegeben, vor der Zugfahrt hatten wir im Hinblick auf die Sicherheit und Sauberkeit am meisten Respekt. Dies war völlig unbegründet: Wir wurden für ca. 13 Euro pro Person in die 1. Klasse gebucht. Der Zug war sehr sauber (jede Stunde kam eine Reinigungskraft und wischte den Boden) und recht pünktlich. Einige weitere Deutsche Reisende waren ebenfalls Reisegäste. Wir plauderten die Fahrt über mit einer Inderin, die den Sitzplatz neben uns hatte. Sie erzählte uns von Ihrer Familie, die weltweit lebt und arbeitet. Die sechs Stunden Zugfahrt (inkl. einer Stunde Verspätung -> wir witzelten über eine Herde Kühe die auf den Gleisen stehen könnte ....) vergingen ohne Zwischenfälle.

 

 

Organisation:

Unsere Fahrer waren jeweils sehr pünktlich und hilfsbereit sowie die Autos sauber.

Wetter

Im Februar ist das Wetter in Indien perfekt (warm und sonnig)!

Unterkünfte und Essen

Unsere Unterkunft (Zelt) in der Nähe zum Ranthambore Nationalpark.
Unsere Unterkunft (Zelt) in der Nähe zum Ranthambore Nationalpark.

In der indischen Hauptstadt Delhi war unser Hotel ("Hotel Florence") eher Standart. Die Zimmer waren aber sauber und geräumig, das dem Hotel angeschlossene Restaurant war gut! Die Lage des Hotels mitten in Delhi an sehr belebten Straßen fernab der Sehenswürdigkeiten war dafür gewöhnungsbedürftig. ;-)

 

Unser Hotel in Agra ("Hotel Mansingh Palace") war ausgezeichnet. Das Hotel war umzäumt (Sicherheit wurde groß geschrieben), die Innenräume mit Mamor ausgestattet. Das Restaurant war sehr gut, die Beschäftigten freundlich und zuvorkommend.

 

Uns hat die Unterkunft ("Ranthambhore Bagh") in der Nähe zum Ranthambore Nationalpark sehr gefallen. Wir wurden in einem Zelt einquartiert (mit angeschlossenem Bereich für Toilette und Dusche). In der Hotelanlage wurde am Abend am Lagerfeuer traditionelle indische Kost gekocht und serviert (sehr gut!!!), dazu gab es Bauchtanz einer hübschen Inderin. ;-)

Besonders witzig waren die zahlreichen kleinen Hörnchen, die immer wieder auf dem Zeltdach liefen und lustige Geräusche machten ... besonders wenn man im Bett lag.