Delhi

Delhi - die Hauptstadt Indiens und nach Mumbai die zweitgrößte Stadt des Landes - war unser Ausgangspunkt der Reise durch das nördliche Indien.

Allgemeines

Delhi wird unterteilt in Neu-Delhi und Delhi.

Neu-Delhi ist ein Teil der Stadt Delhi und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Ziel angelegt, die Hauptstadt Indiens, Sitz der indischen Regierung, des Parlaments und der obersten Gerichte zu werden.

Delhi ist eine Megastadt mit 11 Millionen Einwohnern (im gesamten Großraum Delhis leben ca. 17 Millionen Menschen).

Bauwerke

In Delhi gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher wunderschöner Bauwerke, die allerdings - bedingt durch die katastrophalen Verkehrsverhältnisse - zeitlich weit auseinander liegen.

Rotes Fort

Das Rote Fort wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts als eine Festungs- und Palastanlage von den Mogulherrschern erbaut.

 

Wie unschwer zu erkennen ist, bekam das Rote Fort seinen Namen von den beim Bau verwendeten rötlichen Sandsteinen.

 

Das Fort ist ohne Zweifel eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Delhi - dementsprechend strömen die Menschenmassen durch die weitläufige Anlage.

 

Uns hat das blaugleiche Fort in Agra besser gefallen, da subjektiv betrachtet dort weniger Besucher waren.

 

Seit dem Jahr 2007 gehört das Rote Fort zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Humayun-Mausoleum

Das Mausoleum ist das Grabmal von Nasiruddin Muhammad Humayun (Lebenszeit von 1508 bis 1556) - dem zweiten Herrscher des Mogulreichs - und ist das erste Mogul-Grabmal seiner Zeit (ab dem 16. Jahrhundert)  auf dem indischen Subkontinent.

 

Aufgrund seiner Größe und seiner im persischen Stil gehaltenen Architektur ist das Grabmal eines der beeindruckendsten Bauten in Delhi und seit dem Jahr 1993 auch UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Für Debora und mich war das Humayun-Mausoleum das mit Abstand schönste Gebäude in Delhi.

 

Inmitten der indischen Großstadt erhält der Besucher - insbesondere durch die schön gestalteten Parkanlagen - den Eindruck, in einer anderen Welt zu sein!

Das eigentliche Mausoleum befindet sich auf einer sieben Meter hohen, durch zahlreiche Arkadenbögen verzierten Plattform und wurde überwiegend aus rotem Sandstein erbaut; nur für die Kuppel und Flechtbandintarsien wurde weißer Marmor verwendet.

Im achteckigen Innenraum befindet sich das Schaugrab (Kenotaph) Humayuns, die eigentliche Grabstädte liegt unterirdisch und kann selbstverständlich nicht besucht werden.

Hier liegt der Barbier Humayuns begraben
Hier liegt der Barbier Humayuns begraben

Wie schon geschrieben, ist das Humayun-Mausoleum unserer Meinung nach DAS sehenswerte Highlight in Delhi. Mitten im großstädtischen Trubel findet man hier eine grüne Oase der Ruhe, welche neben dem sehr imposanten (und doch recht schlichten Hauptgrabmal) noch zahlreiche Nebengebäude und Grabmäler bietet, die es zu entdecken gilt.

 

Zudem ist das Humayun-Mausoleum bei weiten auch nicht so überlaufen wie andere Sehenswürdigkeiten.

Isa Khan´s Grabmal mit umliegender, achteckiger Gartenanlage
Isa Khan´s Grabmal mit umliegender, achteckiger Gartenanlage
Das vor der Mogulzeit erbaute Grabmal diente einst als Vorbild für die großen Grabmäler des Mogulreichs.
Das vor der Mogulzeit erbaute Grabmal diente einst als Vorbild für die großen Grabmäler des Mogulreichs.
Unser Lieblingsplatz im Schatten mit Blick auf das Mausoleum.
Unser Lieblingsplatz im Schatten mit Blick auf das Mausoleum.

Beeindruckt hat uns vor allem auch die weitläufige Gartenanlage mit vielen wunderschönen, uralten Bäumen.

Um das Humayun-Mausoleum herum wurde der Garten im Char-Bagh Stil erbaut.

Blick vom Westtors auf die Kuppel
Blick vom Westtors auf die Kuppel

Lotustempel

Der einer Lotusblume nachempfundene Lotus-Tempel in Delhi ist eines der herausragendsten Bauwerke der modernen indischen Architektur. Wie alle Tempel der Bahai-Religion steht der Tempel den Anhängern aller Religionen offen und wird jährlich von ca. 3 Millionen Besuchern besucht.

Auf dem Foto ist das Ende der sehr sehr langen Besucherschlange zu erkennen. Wir verzichteten daher auf eine Besichtigung von Innen und begnügten uns mit einem Foto vom Straßenrand aus (was meiner Meinung nach eh viel besser ist). ;-)

Qutb-Komplex

Natürlich hatte ich ein TS-Objektiv nicht zur Hand -> hier hätte ich es gebrauchen können! ;-)
Natürlich hatte ich ein TS-Objektiv nicht zur Hand -> hier hätte ich es gebrauchen können! ;-)

Der Sandsteinturm (Minarett) des Qutb Minar ist ein bekanntes Wahrzeichen Delhis.

Der Turm befindet sich in der ehemaligen Quwwat-ul-Islam-Moschee. Das Minarett wurde im Jahr 1199 als "Siegessäule" mit der ehemaligen Moschee errichtet. Man feierte damit den Beginn der muslimischen Herrschaft über weite Teile des indischen Subkontinents.

Der rote Sandsteinturm des Qutb Minar (Höhe ca. 70 m).
Der rote Sandsteinturm des Qutb Minar (Höhe ca. 70 m).

India Gate

Der umgangssprachlich India Gate (offiziell „All India War Memorial“) genannte Triumphbogen wurde nach dem Ende des Ersten Weltkriegs errichtet. Mit dem Bauwerk soll an die indischen Soldaten erinnert werden, die in den Kriegen gefallen sind.

Rashtrapati Bhavan / Sansad Bhavan

Das imposante Gebäude Rashtrapati Bhavan ist die offizielle Residenz des indischen Präsidenten. Wir sind mit zahlreichen anderen Touristen nur bis zum Tor gelangt - der Eingang selbst ist für Besucher tabu und wird selbstverständlich sehr schwer bewacht.

Das indische Parlamentsgebäude Sansad Bhavan befindet sich in der Nähe zur Präsidentenresidenz (Rashtrapati Bhavan).

Sansad Bhavan (Parlamentsgebäude)
Sansad Bhavan (Parlamentsgebäude)

Safdarjung-Mausoleum

Das Mausoleum (engl. Tomb of Safdarjung) wurde für den (lokalen) Gouverneur Mirza Muqim Abul Mansur Khan (1708–1754) noch zu seinen Lebzeiten fertiggestellt.


Der mit dem Ehrentitel "Safdarjung" ausgezeichnete Herrscher errichtete mit diesem Bau eines der letzten großen Grabdenkmäler Indiens.


Die nachfolgenden regionalen und überregionalen Herrscher Indiens (Mogulreich) verloren in den nächsten Jahrzehnten die politische und militärische Macht an das das Britische Empire (Britische Ostindien-Kompanie).

Grabkammer mit Kenotaph
Grabkammer mit Kenotaph

Das Safdarjung-Mausoleum ist innerhalb der quirlichen Megacity Delhi eine weitere Oase der Ruhe und Schönheit.

Das Grabmal wird von sehr wenigen Touristen (im Gegensatz zum bekannteren und nur etwa 3 km entfernten Humayun-Mausoleum) aufgesucht. Als wir das Mausoleum besuchten, waren in der Anlage insgesamt vielleicht nur fünf (5!) Menschen.