Ranthambore

Die Autofahrt zwischen Agra und dem Ranthambore Nationalpark ist ca. 270 km lang und dauert je nach Verkehr etwa sechs bis sieben Stunden.

 

Wer in Indien mit dem Auto unterwegs ist, kann so einiges erleben. ;-)

Die Straßen sind teilweise in gutem Zustand, teilweise auch Schotter und/oder Schlaglöcher. Immer wieder begegneten uns auf den Straßen allerlei Tiere und Menschen. Ein schockierender Fall für uns war eine offensichtlich betrunkene Personen, die glücklicherweise neben der Hauptverkehrsstraße lag (für uns unerreichbar auf der abgesperrten gegenüberliegenden Seite der "Autobahn") und sich keiner der Anwohner um den Mann kümmerte.

 

Auch große Tiere wie Kamele, Rinder oder Wildschweine liefen oder standen auf den Straßen der teilweise sehr belebten Städte.

Ranthambore National Park

Der Ranthambhore Nationalpark befindet sich im Bundesstaat Rajasthan. Seinen Namen erhielt der Park nach der im Nationalparkgebiet gelegenen Festung Ranthambhor.

 

Berühmt ist das Schutzgebiet vor allem für seine Königstiger (Panthera tigris tigris).

Weitere dort lebende Raubtiere sind Indische Leoparden, Streifenhyänen, Lippenbären, Goldschakale, Honigdachse, Rohrkatzen und Kleine Mungos. An Huftieren kommen Sambarhirsche, Axishirsche, Nilgauantilopen, Vierhornantilopen, Indische Gazellen und Wildschweine vor. Daneben leben im Gebiet auch zahlreiche Vogelarten.

 

Quelle: wikipedia.de

Vielleicht mein Lieblingsfoto: Die drei Steinkäuze
Vielleicht mein Lieblingsfoto: Die drei Steinkäuze

Natürlich haben wir auch im Nationalpark zwei Touren (am Morgen und am Abend) mit einem offenen Safari-Bus gebucht.

Unser Ziel war die Sichtung eines Tigers. ;-)

 

Der Ranthambore National Park ist in Abschnitte unterteilt. Jeder dieser Abschnitte wird durch die Safari-Busse befahren. Die Touren finden demnach nur in einem Areal statt und je nach Glück und / oder Können des Guide können Tiger beobachtet werden oder eben nicht. So komfortabel wie beispielsweise in Afrika (Fahrt mit dem eigenen Auto durch die Nationalparks) ist es leider nicht.

 

Die Tierwelt ist im Nationalpark sehr ausgeprägt. Neben vielen Vogelarten gibt es im Bereich der Säugetiere eine Reihe von Jägern und Beutetieren.

 

Nachfolgend einige Tiersichtungen während unserer Safari-Tour durch den Park.

"Angry Birds" ;-)
"Angry Birds" ;-)
Wanderbaumelster (Dendrocitta vagabunda) / Rufous treepie
Wanderbaumelster (Dendrocitta vagabunda) / Rufous treepie
Interessante Landschaft mit typischen weißen Bäumen.
Interessante Landschaft mit typischen weißen Bäumen.
Wanderbaumelster (Dendrocitta vagabunda) / Rufous treepie
Wanderbaumelster (Dendrocitta vagabunda) / Rufous treepie

Tiger -> einer der Gründe warum wir letztendlich in den Nationalpark wollten!

 

Eine Tigersichtung ist nicht selbstverständlich ... wir haben Gäste getroffen, die konnten bei fünf Ausfahren in den Park keine Raubkatze aufspüren. Durch die Aufsplittung in mehrere befahrbare und abgegrenzte Wildareale sinken natürlich die Chancen auf die Sichtung eines Tigers.

 

Wir haben kurz vor Ende unseres Aufenthalts im Park doch noch einen Tiger gesehen. Leider habe ich ihn nicht von vorne fotografieren können, da der Safari-Tourbus noch fuhr - dafür ein brauchbares Foto von hinten ... immerhin! :-)

Königstiger (Panthera tigris tigris) / Bengal tiger
Königstiger (Panthera tigris tigris) / Bengal tiger

Ranthambhor Fort

Das Ranthambhor Fort befindet sich direkt im Nationalpark und kostet somit Eintritt (sehr kleiner Betrag!).

Zum Fort kommt man nur über eine Straße im Park.

 

Erstaunlicherweise tummeln sich unterhalb des Forts innerhalb des geschützten Bereichs des Nationalparks zahlreiche Menschen (hauptsächlich Inder, die sich als Führer durch das Fort anbieten).

Im Fort selber waren wir fast alleine unterwegs.

 

Das Fort ist sehr alt (rund 1.000 Jahre) und beinhaltet zahlreiche sehenswerte Ruinen, Festungsanlagen, Tempel und Grabanlagen.

 

Im Fort leben vereinzelt Menschen, die neben den heute noch genutzten Tempeln, einige Verkaufsstände betreiben.

Leider wird es an vielen Ecken im Fort mit der Sauberkeit nicht so genau genommen ... dafür erfreuen sich ganze Horden von Affen an den Hinterlassenschaften der Zivilisation.

 

Vom Fort aus bekommt der Besucher einen Ausblick über den ganzen Nationalpark.

Ausblick auf den Nationalpark
Ausblick auf den Nationalpark
Muslimische Grabanlagen
Muslimische Grabanlagen
Hinduistischer Tempel
Hinduistischer Tempel