Kopenhagen 12. bis 14. Mai 2010

Debora und ich verbrachten Mitte Mai 2010 ein paar Tage in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

 

Während am ersten Tag fast sintflutartige Regenfälle vom Himmel fielen, waren es am zweiten und dritten Tag etwas besser. Es blieb zwar grau und dunkel - die Sonne lies sich nicht sehen - dafür trocken.


Erster Tag

Nach dem Einchecken im Best Western Hotel ging es am Spätnachmittag nach dem Regen los um die Stadt zu erkunden. Trotz der Nässkälte genossen wir die ersten Stunden in der dänischen Hauptstadt.

Neben dem Radhus (Rathaus) führte uns unser erster Spaziergang noch zum Hafen, zur Amalienborg & Frederiksstaden, zur herrlichen Kirche Marmorkirken sowie zum Kastell.

Frederikskirche (dänisch Frederiks Kirken) / Marmorkirche
Frederikskirche (dänisch Frederiks Kirken) / Marmorkirche

Die weltberühmte Kleine Meerjungfrau ist in diesem Zeitraum auf Weltreise, genauer zur Weltausstellung in China. Eine identische Kopie stand in diesem Zeitraum aber in Tivoli Garden (welche ich natürlich am nächsten Tag ablichten musste!!!).

Der Rückweg zum Hotel führte uns über den Kongens Have mit dem wunderschönen Rosenborg Slot sowie über den Orsteds Parken.


Zweiter Tag

Schloss Rosenborg (dänisch: Rosenborg Slot)
Schloss Rosenborg (dänisch: Rosenborg Slot)

Der zweite Tag versprach etwas besseres Wetter. Die erste Anlaufstation war das Rosenborg Slot.

Nachdem wir die ersten an der Kasse waren, hatten wir viel Zeit das Schlossinnere ausführlich zu besichtigen. Edle Kunstwerke und Möbel, auch eine spezielle Ausstellung die die Verbindung zwischen dem dänischen und dem ehemaligen sächsischen Königshaus zeigte, zeigten sich uns. Besonderes Highlight war aber die Schatzkammer mit den dänischen Kronjuwelen.

Der Nyhavn (das bekannte Hafengebiet), die anschließende Sehenswürdigkeit, ist sicher einer der schönsten Plätze in Kopenhagen. Früher außerhalb der Stadtmauern gelegen und sogar Henkersplatz, biete der Neue Hafen heute bunte Häuser und viele Bars und Restaurants.

Nyhavn (dänisch für „neuer Hafen”)
Nyhavn (dänisch für „neuer Hafen”)

Die Amalienborg wurde in den 1750er Jahren erbaut und ist Wohnsitz der Königsfamilie. Dieser staatliche Komplex umfasst vier Rokokobauten, in denen ursprünglich vier adlige Familien wohnten. Erst am Ende des 18. Jahrhunderts erwarb der König das Anwesen und benannte es nach einem Palais der Königin Sophie Amalie, welches 100 Jahre zuvor abbrannte.

Schloss Amalienborg (dän.: Amalienborg Slot)
Schloss Amalienborg (dän.: Amalienborg Slot)

Gegen Mittag erlebten wir den obligatorische Wachwechsel der königlichen Garde mit.

Ist die Königin im Haus, stehen die königlichen Leibgarden vor dem Palais Wache.

Einen sehr guten Ausblick auf die Stadt bietet ein Gang auf die Kuppel der Marmorkirken. Täglich um 13 sowie um 15 Uhr kann der Besucher für 25 Kronen mit einem Mitarbeiter der Kirche in der Gruppe auf die Kuppel (mit 31 Metern Durchmesser eine der größten Europas) steigen.

Blick von der Kuppel der Kirche auf die Amalienborg, Hafen und Oper.
Blick von der Kuppel der Kirche auf die Amalienborg, Hafen und Oper.

Neben dem Rathausplatz gelangt man unmittelbar zum Tivoli. Dieser 1843 eröffnete Vergnügungspark ist mit seinen schönen Gärten, exotischen Gebäuden, interessanten Shows sowie natürlich den Fahrgeschäften ein beliebtes Ziel. Allerdings sollte der Besucher ein paar Kronen in der Tasche haben. Neben dem Eintritt (knapp 100 Kronen) zahlt man für die Fahrgeschäfte nochmals extra (einzeln oder pauschal). Mein Ziel waren auch weniger die Fahrgeschäfte, sondern eher die maßstabsgetreue Kopie der kleinen Meerjungfrau. Aber auch ohne Benutzung der Fahranlagen im Park gehört ein Besuch des Tivoli in Kopenhagen einfach dazu.

Kleine Meerjungfrau (dän. Den lille Havfrue)
Kleine Meerjungfrau (dän. Den lille Havfrue)

Dritter Tag

Am dritten und letzten Tag gingen wir zu Frederiksberg. Dieses gehobene Städtchen ist kein offizieller Teil von Kopenhagen, beherbergt aber mit Frederiksberg Have ein sehr schönes Schloss mit Parkanlage. Vom Hauptbahnhof benötigt man zu Fuß ca. 30 Minuten. Sehr interessant ist etwa in der Hälfte des Wegs das kleine Stadtmuseum (Kobenhavns Bymuseet). Vor dem Museum ist ein kleiner Nachbau der Stadt um das Jahr 1500.

Die Schlossparkanlage um Frederiksberg ist idyllisch, grün und voller Tiere (Enten, Gänse, Reiher, Möwen, etc.). Neben der Parkanlage ist der Zoo gelegen, einen Blick auf die Elefanten kann man in südwestlicher Richtung im Park genießen.

Nachdem wir den Park verlassen hatten machten wir uns nochmals auf, die Innenstadt Kopenhagens mit ihren zahllosen Geschäften (zwischen dem Rathausplatz und dem Kongens Nytorv) zu begehen.


Allgemeines

Zwischen dem Flughafen und der Innenstadt verkehrt die Metro, die die Besucher in knapp 15 Minuten für 34,50 Kronen befördert. Die Taktdichte ist sehr hoch, die Bahnen sauber und modern. Kopenhagen selber ist eine schöne und saubere Stadt, die Verständigung ist kein Problem. Jeder Däne im Dienstleistungsgewerbe spricht gutes Englisch. Kopenhagen ist aber recht teuer.

Zum Vergleich meiner Angaben im Reisebericht: 100 Dänische Kronen entsprechen etwa 14 Euro.

 

Die Flüge, diesmal mit Airberlin und kurzem Zwischenstopp zwischen Stuttgart und Kopenhagen auf dem Flughafen Berlin Tegel, waren pünktlich und problemlos.

 

Trotz etwas schlechtem Wetter ein schöner Kurzurlaub!