Reisebericht Athen 05. März bis 07. März 2010

Los ging es am Freitag, 05. März 2010 mit einer kleinen Propellermaschine des Typs Dash 8Q-400 von Bombardier vom Flughafen Stuttgart nach München.
Angekommen in München erwartete uns die erste Überraschung: Unsere ursprüngliche Maschine, geplanter Abflug 08:45 Uhr in München, wurde wegen einem Streik der Fluglotsen in Griechenland annulliert.
Nach einem Besuch am Lufthansa-Schalter in Terminal 2 wurden wir auf eine andere spätere Maschine der griechischen Linie Aegean Airlines umgebucht.

Allerdings statt 11:00 Uhr verspätete sich der Abflug auf 12:40 Uhr. Leider mussten wir aber dennoch wegen zuviel Flugverkehr noch bis 13:30 Uhr auf dem Rollfeld warten. Nachdem wir nach einem zweistündigen problemlosen Flug - Service und Essen waren ausgezeichnet - gegen 16:45 Uhr (in Griechenland werden die Uhren eine Stunde vorgestellt) in Athen landeten, suchten wir uns unmittelbar ein Taxi. Taxis sind in Athen eine recht preisgünstige und bequeme Fortbewegungsvariante. Aber auch hier verfolgte uns etwas das Pech: Der Taxifahrer war sehr nett, gesprächig und hilfsbereit, leider waren die Straßen durch den Streik in und um Athen sehr verstopft.  

Sonnenuntergang in Athen (18:34 Uhr)
Sonnenuntergang in Athen (18:34 Uhr)

Nach ca. 1 Stunde und 20 Minuten kamen wir um 18:30 Uhr an der Akropolis an. Unser Reise dauert somit von Haustür zu Akropolis etwa 13 Stunden ... wenigstens waren wir da, und das Wetter und das Motiv stimmten letztendlich doch noch.

 

Den vorab im Internet auserkorenen Aussichtspunkt haben wir im Galopp erklommen und tatsächlich, es reicht vom Licht her noch.

Ich hatte mir an diesem Tag so oder so nur vorgenommen, die Akropolis bei Sonnenuntergang und während sowie nach der "blauen Stunde" zu fotografieren.

Als wir auf dem "Philopappos" (der Hügel gegenüber der Akropolis) ankamen, bot uns innerhalb von 15 Minuten ein grandioses Schauspiel. Am Anfang noch vom Sonnenuntergang etwas rötlich angestrahlt, gingen innerhalb von Minuten die ersten Lichter an. Nach ein paar Augenblicken war die ganze Akropolis, vor allem aber die mächtige Parthenonrunie, mit Strahlern angeleuchtet. Wiederum wenige Minuten später war es dunkel.

Grandiose Ausblicke: Kurz nach Sonnenuntergang auf dem Philopáppos mit Blick auf die Akropolis.
Grandiose Ausblicke: Kurz nach Sonnenuntergang auf dem Philopáppos mit Blick auf die Akropolis.

Der Weg von der Akropolis herunter Richtung Metro "Monastiráki" und weiter zum Hotel verlief problemlos. Für zwei Tage haben wir uns im Hotel "Marina" einquartiert. Dieses sehr günstige und schön eingerichtete Hotel liegt allerdings etwas außerhalb der Sehenswürdigkeiten um die Akropolis.

Nicht nur wir genossen das herrliche Frühlingswetter!
Nicht nur wir genossen das herrliche Frühlingswetter!

Unser zweiter Tag in der griechischen Hauptstadt begann mit einem guten Frühstück und einem Spaziergang Richtung Akropolis.

 

Die ersten Sonnenstrahlen waren herrlich warm, uns erwartete ein wunderbarer frühlingshafter Tag mit 20 Grad.

Am Abend wurde es zwar wolkiger, aber es blieb angenehm von den Temperaturen her.

Wir gingen also schnurstracks wieder zum Philopappos und genossen die herrliche Aussicht auf die Stadt und das Unland von Athen.

Neben der Akropolis ist der Lykavittós (hoher Berg inmitten von Athen) das beherrschende Bild.

Lykavittós, ein beliebter Aussichtspunkt in der Innenstadt von Athen.
Lykavittós, ein beliebter Aussichtspunkt in der Innenstadt von Athen.

Etwas weiter weg sind die ersten Berge und in südlicher Richtung die Hafenstadt Piräus mit dem Saronischen Golf zu sehen.

Blick vom Philopáppos auf den Saronischen Golf.
Blick vom Philopáppos auf den Saronischen Golf.
Philopáppos-Denkmal
Philopáppos-Denkmal

Den besten Blick auf die Akropolis hat man definitiv in der nahen Umgebung des Philopappos-Denkmals hoch oben auf dem Philopappos.

Akropolis
Akropolis
Odeion des Herodes Atticus
Odeion des Herodes Atticus

Nachdem wir länger am Denkmal verweilten um Aussicht, Sonne und Wärme zu genießen, sind wir wieder etwas weiter bergab zum Eingang auf die Akropolis gegangen. Zu unserer Freude stellten wir fest, an diesem Wochenende war überall freier Eintritt (außer im neuen Akropolis-Museum).

 

Nachdem wir die geschichtsträchtigen Stufen zum Parthenon erklommen hatten, bot sich ein ebenso phantastischer Ausblick auf die nähere Umgebung. Von den weiteren Bauwerken der Akropolis hat uns am besten das Theater "Odeion des Herodes Atticus".

Lykavittós
Lykavittós

Bilder von der Akropolis selber gibt es natürlich auch!

Aussichtsfelsen unterhalb der Akropolis.
Aussichtsfelsen unterhalb der Akropolis.

Auch der Aussichtsfelsen am Fuße des Eingangs zur Akropolis lädt zum Verweilen ein. Von hier aus lässt sich fast das komplette Stadtbild überblicken.

Nachdem wir die Akropolis verlassen hatten, besuchten wir zu Fuß zu die nächsten Sehenswürdigkeiten. Sehr schön ist der Nymphenhügel mit dem ehemaligen Versammlungsplatz "Pnyx" und dem Observatorium.

Akropolis
Akropolis
Statue auf dem ehemaligen Marktplatz "Agora".
Statue auf dem ehemaligen Marktplatz "Agora".

Nächstes Ziel war Athens alter Marktplatz "Agora" am Fuße der Akropolis. Optisches Zentrum ist der gut erhaltene "Tempel des Hephaistos". Dieser im 6. Jahrhundert vor Christus angelegte Platz war über 1000 Jahre lang das politische, wirtschaftliche und kulturelle Herz der Stadt. Noch heute lässt es sich zwischen grüner Natur und alten Relikten die einstige Geschäftstätigkeit nachempfinden.

Nach all den vielen Kilometern mit unendlich vielen Eindrücken sind wir am Aufgang zur Akropolis im Viertel "Pláka" in der Nähe der Straße "Thrasyvoulou" in einem sehr schönen Restaurant essen gegangen. Die Gerichte dort waren üppig und sehr lecker, auch der Wein schmeckte.

Ikone aus dem vorderen Außenbereich der Kapnikarea-Kirche. Diese byzantinische Kreuzkuppelkirche stammt aus dem 11. Jahrhundert.
Ikone aus dem vorderen Außenbereich der Kapnikarea-Kirche. Diese byzantinische Kreuzkuppelkirche stammt aus dem 11. Jahrhundert.

Nach dem Essen ging es vorbei an der Kathedrale "Mitrópoli" weiter zur Russischen Dreifaltigkeitskirche zu den Nationalgärten mit dem imposanten "Kallimárnaro-Stadion".

Das Zappeion ist ein klassizistisches Bauwerk und wird als Multifunktionsgebäude u. a. für Tagungen und Kongresse genutzt.
Das Zappeion ist ein klassizistisches Bauwerk und wird als Multifunktionsgebäude u. a. für Tagungen und Kongresse genutzt.

Weiter vorbei am "Záppeion" war unser letzter Anlaufpunkt für diesen Tag das Grabmal des unbekannten Soldaten am Parlamentsgebäude.

 

Glücklicherweise erlebten wir den auch den Wachwechsel der "Evzone" mit. Diese Soldaten tragen die traditionelle Uniform der Aufständischen aus dem Unabhängigkeitskrieg mit den Osmanen.

Unser leider schon letzter Tag in Athen begann mit einem Bummel zwischen den Geschäften in "Pláka". Anschließend besuchten wir die Ruinen der Hadriansbibliothek sowie die "Römische Agora".

Nachdem uns leider gegen Mittag das gute Wetter verlassen hat und es langsam aber stetig immer stärker anfing zu regnen, gingen wir zum Abschluss noch in das Neue Akropolis-Museum. Über mehrere Ebenen sind Exponate rund um die Akropolis ausgestellt. Dieser wunderschöne, nagelneue Bau besteht aus viel Glas und gibt somit auch einen Blick auf die Ausgrabungen unterhalb frei.

Olympieion
Olympieion

Nach einem kurzen Besuch des Olympieion fuhren wir per Taxi leider schon wieder Richtung Flughafen.

 

Um 22:30 Uhr landeten wir pünktlich nach einem Zwischenstopp in München auf dem Flughafen Stuttgart.