Reisebericht Lanzarote

Die westlich der marokkanischen Küste gelegene autonome spanische Region der Kanarischen Inseln ist ca. 4 Flugstunden von Deutschland entfernt.

Lagune El Golfo

Vom kleinen Küstenort Casas de El Golfo führt ein schmaler Weg zum Aussichtspunkt oberhalb der Lagune El Golfo. Das smaragdgrüne Wasser der Lagune wird durch Algen verursacht. Von hier aus lässt sich am Abend der Sonnenuntergang sehr gut beobachten.

Vulkankrater und Lagune bei El Golfo.
Vulkankrater und Lagune bei El Golfo.

Los Hervideros

Wer zum Strand hinunter möchte, fährt der Küstenstraße entlang Richtung Los Hervideros. Hier brechen sich die Wellen des Atlantik an den Lavagrotten der Insel und spritzen meterhohe Gischt. Über natürliche Lavabrücken kann man das Schauspiel – durch Geländer gut gesichert – aus nächster Nähe beobachten. Angst vor dem nass-werden sollte man hier allerdings nicht haben.

Las Salinas de Janubio

Einen schönen Abschluss der Küstenstraße bilden – besonders bei Sonnenuntergang – die Las Salinas de Janubio. Einst wurden in der 2km großen Salinenanalge jährlich bis zu 100.000t Salz gewonnen. Nachdem die Windmühlen und Verdampfungsbecken nach Ende der Produktion jahrelang vervielen, werden sie heute wieder restauriert.

Mirador de los Valles

Am Mirador de los Valles haben wir fast täglich halt gemacht, um den schönen Ausblick auf Los Valles sowie ein Eis in dem kleinen Restaurant zu genießen. Von hier aus führt einen die etwas abenteuerliche Passstrasse hinunter ins malerische Dörfchen Haria und das Tal der 1.000 Palmen. Im Vergleich zum Rest der recht kargen Insel ist es hier erstaunlich grün und vor allem landwirtschaftlich geprägt. Auf den zahlreichen Lapilli-Feldern werden hier Kartoffeln, Kohl und Linsen angebaut.

Mirador de Guinate

Von Haria aus führt einen die LZ201 zum nördlichsten Punkt der Insel. Nach Maguez lohnt sich auf jeden Fall ein Abstecher zum Mirador de Guinate. Von hoch gelegenen Aussichtspunkt hat mein einen herrlichen Ausblick auf die 670m hohen Steilwände des Risco de Famara, die unter einem liegende Küste und die Nachbarinsel Isla la Graciosa. Der Aussichtspunkt ist touristisch wenig erschlossen, wodurch sich nur wenige Urlauber hier her verirren und man in aller Ruhe die Seele baumeln lassen kann.

Aussichtspunkt Mirador de Guinate; im Hintergrund ist die Nachbarinsel Isla la Graciosa.
Aussichtspunkt Mirador de Guinate; im Hintergrund ist die Nachbarinsel Isla la Graciosa.

Mirador del Rio

Lohnenswert ist auch die Fahrt zum Mirador del Rio. Teilweise führt die schmale Straße direkt oberhalb der Steilklippen entlang, wodurch sich schöne Ausblicke bieten. Der Aussichtspunkt Mirador des Rio selbst kostet Eintritt und ist sehr touristisch.

Parque Nacionale de Timanfaya

Der Nationalpark Timanfaya (Parque Nacional de Timanfaya / wird auch als Montañas del Fuego (Feuerberge) bezeichnet) beeindruckt vor allem durch seine in vielen Farben variierende Lavalandschaft.

 

Die Straße zwischen Yaiza und Mancha Blanca führt direkt durch den Nationalpark und bietet einen ausreichenden Einblick in die Vulkanlandschaft.

 

Die Fahrt zum Gipfel des Timanfaya ist nur gegen Gebühr möglich und der Gipfel zudem touristisch sehr überlaufen, bietet aber herrliche Ausblicke auf den umliegenden Nationalpark.

Viel Abenteuer und exotischen morgenländischen Flair bieten hier die zahlreichen Karawanen, in denen man auf Dromedaren die Lavalandschaft des Nationalparks Timanfaya erkunden kann.

Cueva de los Verdes

Die Cueva de los Verdes ist eine Lavaröhre.
Die Cueva de los Verdes ist eine Lavaröhre.

Vom Mirodor de Rio aus führt einen die Straße wieder zur gegenüberliegenden Seite der Küste und in das unwegsame Lavafeld Malpaís de la Corona. Der Corona-Vulkan bildete hier durch seine zuerst an der Oberfläche erstarrte Lava ein 7km langes Tunnelsystem, welches erst 1,5m unter dem Meeresboden endet. An einigen Stellen, den sogenannten Jameos brach die Decke des Tunnels ein und ermöglicht so den Eingang in das Tunnelsystem.

 

Sehr bekannt ist die vom Künstler César Manrique gestaltete Jameos de Agua. Wir besuchten jedoch die in ihrer Ursprünglichkeit belassene Cueva de los Verdes.

Ein Teil in der Höhle: Die Spiegelung auf der Wasserfläche.
Ein Teil in der Höhle: Die Spiegelung auf der Wasserfläche.

Impressionen aus Lanzarote

Lanzarote hat uns sehr gut gefallen. Besonders im Winter war die Insel recht leer und die Temperaturen moderat.

Endlich auch einmal ein Reisebericht mit einem Foto von mir! ;-)
Endlich auch einmal ein Reisebericht mit einem Foto von mir! ;-)

Die Kanarischen Inseln sind für ihre Tierwelt, insbesondere der Vogelvielfalt bekannt.

Auf Lanzarote habe ich zahlreiche - für Mitteleuropäer seltene - Arten wie den Wiedehopf gesehen.

Lanzarote bietet dem Besucher verschlafene Städtchen und Gegenden und abwechslungsreiche Landschaft, aber auch schöne Strände mit Promenade.